Ausbauprogramm S-Bahn Nürnberg

München, 02.04.2025

S-Bahn bis nach Hilpoltstein - Freistaat stellt die Weichen

  • „Ausbauprogramm S-Bahn Nürnberg“ des Freistaates schafft langersehnte Entwicklungsperspektive für die „Gredl“
  • Verkehrsminister Bernreiter informiert regionale Mandatsträger über nächste Schritte
  • Freistaat wird noch in 2025 konkrete Planungen bei der Bahn beauftragen
     

Es ist ein Wunsch, für den sich der Landkreis Roth und die Städte Roth und Hilpoltstein schon lange engagieren: die Verlängerung der Nürnberger S-Bahn über Roth hinaus bis nach Hilpoltstein. Nun hat der Freistaat dafür mit dem „Ausbauprogramm S-Bahn Nürnberg“ (AuSbauNü) die Weichen gestellt. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter hat heute die regionalen Mandatsträger über das weitere Vorgehen informiert: „Unsere Gutachter haben für die S-Bahn-Verlängerung nach Hilpoltstein ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis ermittelt. Um schnellstmöglich voranzukommen, beauftragt der Freistaat noch in diesem Jahr die Deutsche Bahn mit den Planungen. Für die dafür erforderlichen Mittel geht der Freistaat in finanzielle Vorleistung. Der zukunftsweisende Ausbau der ‚Gredl‘ ermöglicht ein attraktives S-Bahn-Angebot mit umsteigefreien Verbindungen nach Nürnberg.“

Schon lange besteht im Landkreis Roth der Wunsch, die elf Kilometer lange Bahnstrecke Roth – Hilpoltstein („Gredl“) in das S-Bahn-Netz zu integrieren. Der Freistaat hat die Maßnahme im Rahmen seines „Ausbauprogramms S-Bahn Nürnberg“ auf den verkehrlichen Nutzen, die bautechnische Machbarkeit und die volkswirtschaftliche Tragfähigkeit untersuchen lassen. Die Gutachter bestätigten die Machbarkeit und haben ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,7 ermittelt. Damit liegt der Nachweis vor, dass der Nutzen der Maßnahme die zu erwartenden Kosten deutlich übersteigt. Dies ist wichtige Voraussetzung für eine Finanzierungsperspektive durch den Bund, der für den Aus- und Neubau der Schieneninfrastruktur verantwortlich ist.

Für die S-Bahn-Verlängerung soll die Strecke zwischen Roth und Hilpoltstein elektrifiziert und ausgebaut werden. Dies ermöglicht kürzere Fahrzeiten und der Dieselbetrieb gehört dann der Vergangenheit an. Auch die Stationen werden für den S-Bahn-Verkehr barrierefrei ausgebaut. Verkehrsminister Bernreiter: „Die S-Bahn Nürnberg ist das Rückgrat für den öffentlichen Verkehr in der Region. Ich freue mich, dass wir mit unserem ,Ausbauprogramm S-Bahn Nürnberg‘ die Weichen für ein noch attraktiveres Bahn-Angebot stellen. Die S-Bahn-Verlängerung nach Hilpoltstein profitiert als eine der ersten Maßnahmen vom Programm. Wichtig ist vor allem, dass jetzt alle an einem Strang ziehen.“ 

Ben Schwarz, Landrat des Landkreises Roth: „Das ist ein wichtiges Signal vom Freistaat für die Bahn-Infrastruktur im Landkreis Roth. Wir freuen uns, dass die gute Vorarbeit der lokalen Initiative und der Nahverkehrsverwaltung Unterstützung – auch finanzieller Art – aus München erfährt und nun gemeinsam an der Umsetzung des Projekts gearbeitet wird. Ich bin überzeugt, dass eine S-Bahn bis Hilpoltstein ein Riesensprung nach vorne ist.“

Markus Mahl, Erster Bürgermeister der Stadt Hilpoltstein: „Was vor wenigen Jahren noch als Vision galt, kann nun als sehr realistisches Projekt angesehen werden, das speziell für den südlichen Landkreis Roth von größter verkehrspolitischer Bedeutung ist. Ein besonderer Dank an dieser Stelle dem ehrenamtlichen und interkommunalen Arbeitskreis, der dieses Thema vehement vorangetrieben hat.“

Roths Erster Bürgermeister Andreas Buckreus bekräftigt: „Im weiteren Planungsprozess der Deutschen Bahn ist mir der Dialog und die Kommunikation mit den Anliegern der Strecke und den Nutzern der Bahnübergänge sehr wichtig.“

Foto: Verkehrsminister Christian Bernreiter (2.v.r.) mit (v.l.) MdL Volker Bauer, Markus Mahl, Bürgermeister der Stadt Hilpoltstein, Ben Schwarz, Landrat des Landkreises Roth und Andreas Buckreus, Bürgermeister der Stadt Roth.

(Quelle: StMB)

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